Am Internen Braich as eng nei Information fir... 
  28.05.2010 - 14:05

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Am Internen Braich as eng nei Information fir... 
  11.08.2010 - 11:08


 



 
 

 



 


Geschicht


Liebe Leserin, lieber Leser,

 

Ich bin 50 Jahre alt, habe viel erlebt, viel Erfreuliches, ab und  zu auch weniger Erfreuliches. Ich kann manches erzählen

 

Wer bin ich, wollt ihr wissen. Nicht schwer zu erraten, ich bin der EllerPing- Pong“, eigentlich heiße ich „Dësch Tennis Ell“, aber „Ping Pong“ ist mir lieber. In der Folge erzähle Ich, bringe altes und neues aus 50 Jahren bunt gemischt. Die Geschichte eines kleinen Dorfvereins, meine Geschichte.

 

So viele Frauen und Männer, Mädchen und Jungen aber auch schon Kinder haben in all den Jahrzehnten ihre Freizeit für mich geopfert und so viel Kraft investiert. Und sie tun

es nach wie vor. Sie alle haben es verdient in diesem kleinen Abriss verewigt zu

werden.

 

Viele von Euch habe ich bei „mengen Championatsspiller, Turnoi, Whistowend, Traipenowend, Hobbymaart, Zeitkurs, Velosfestival oder Baalerbegrüßt und möchte Ihnen deshalb Dank aussprechen.

 

 

Fünfzig Jahre Desch Tennis Ell flinkes Spiel mit kleinem Ball -  eine kleine Erfolgsgeschichte

 

Dass Tischtennis schon vor 10.000 Jahren bereits seinen Anfang nahm, als man am Attertufer Schildkröteneier fand, die dann als Bälle verwendet wurden, klassieren wir in die Lügenabteilung. Auch wenn eine renommierter TT-Ballproduzent Schildkröt  heißt. Wahr ist dass 1874 Tischtennis erstmals schriftlich in England erwähnt wurde. Sicher ist, dass 84 Jahre später Ping Pong seinen  Weg bis nach Ell gefunden hatte. 1958 wurde der „Dësch-Tennis Ell“ gegründet. Dies klingt einfach, war es auch. Oder doch nicht!

 

Wir müssen uns gedanklich zurückversetzen. Die schwere Zeit des Krieges war vorbei. Die Gesellschaft begann sich zu öffnen. Neues einzuführen bedurfte eines gewissen Mutes, da dies indirekt auch eine Ablehnung bestehender Werte bedeutete. Warum muss die Jugend denn Sport betreiben, es gibt doch genug zu tun? Gegen diesen Konservatismus galt es sich durchzusetzen. Schwer verständlich heute, wo kontinuierlich Trendsportarten geboren werden und wenige Jahre später wieder verschwinden. Ein kontinuierliches Hin und Her kennzeichnet unsere Zeit. Aber vielleicht ist es gerade diese Symbolik, die auch dem Tischtennissport anheftet, die gleichzeitig seine Langlebig erklärt. Hin und Her geht es nun seit fünfzig Jahren in Ell auf der grünen Platte. Mal hat der helle Ping überhand, dann das dumpfere Pong, ein kleiner Netzroller zwischendurch und das Glück bleibt fünfzig Jahre dem Verein hold.

 

Die Geschichte des Vereins ist genauso bewegt wie das Tischtennisspiel. Jeder Sportler weiß, dass es an ihm liegt, dem Ball den Drall zu geben, der den Erfolg herbeiführt. Dies hat wurde somit auch das Leitmotiv des Desch Tennis Ell. Das Spiel sorgfältig aufbauen, Fehler vermeiden und sofort zugreifen wenn die Gelegenheit opportun ist und immer flink sein.

 

Gründungsdatum 20. Dezember 1958

 

Nicht immer ist der sportliche Erfolg ausschlaggebend. Der DT Ell lebt auch stark von seinen Mitgliedern. Ohne Zweifel ist der Tag wo Jos Nothum, Albert Even oder andere die Idee zur Gründung eines Vereins hatten wichtig, genauso bedeutend war der Eintritt von Arsène Goedert zu einem späteren. Aber noch viele Andere haben zum Erfolg beigetragt, besondere Achtung haben die Spielerfrauen verdient, aber auch alle anderen Freunde des Vereins.

 

1958 ging es also los.

Antrag am 11. November zwecks Aufnahme in die Fédération Luxembourgeoise de Tennis de Table und am 20. Dezember offizielle Gründung des PPC Ell, wie der Verein anfangs heißt. 

Der erste offizielle Wettkampf fand bereits 1959 statt. Am 29 Februar wurde ein Freundschaftsspiel gegen eine Mannschaft aus Redingen und am 26. September ein erstes Meisterschaftsspiel, welches  mit 3-7 gegen Ettelbrück D verloren ging, ausgetragen

1960 gibt es große Einzelerfolge, nur zum Beispiel, Jos Nothum schlägt beim Challenge Léon Schuller die Luxemburger Elite.

Und dann überschlagen sich die Ereignisse:

1963 - Aufstieg in die Nationaldivision;

1965 – Abstieg;

1968 - Nochmaliger Aufstieg in die Nationaldivision

1969 - Definitiver Abschied aus der höchsten Spielklasse.

 

Aber auch im neuen Jahrzehnt bleibt vieles zu berichten, Jos Nothum, Marcel Hanten, Camille Faber und Edy Graf gewinnen Enzelturniere.

 

1970: Organisation von zwei Radquerfeldrennen.

 

1973: Abstieg aus der Promotion.

 

1974: Wiederaufstieg in die Promotion, wo sich Ell ununterbrochen während 8 Jahren

behauptet!

 

1976: Ell nimmt mit 7 Mannschaften an den Meisterschaften teil, davon zwei Jugendmannschaften.

 

Während der Dekade 1981-1989 macht der DT Ell durch  große Veranstaltungen auf sich aufmerksam.

 

1980: Arsène Goedert siegt bei den Nordmeisterschaften in der B Klasse; mit der Einweihung des Centre Culturel in Ell stehen dem Verein jetzt ausreichende Infrastrukturen zur Verfügung.

 

1984: Organisation des ersten Triathlon in Luxemburg zusammen mit Triathlon Luxemburg; dieser jetzt so populäre Sport feierte seine Premiere in Ell, was heute schon beinahe vergessen ist.

1989: Simone Even wird Landesmeisterin in der D Klasse und Marc Wickler Landesmeister im Einzel und Doppel bei den Juniorenlandesmeisterschaften.

 

Das Jahrzehnt vor der Jahrtausendwende wird zum Jo-Jo Spiel für unsere erste Mannschaft: Auf- und Abstieg in aus der Promotion wechseln sich ab.

 

1994 wird Steve Kowalyszyn 3facher Jugendlandesmeister im Einzel und Doppel bei den Minimes sowie im Doppel gemischt bei den Scolaires. Zudem wird Albert Even dritter bei den C-Landesmeisterschaften.

 

1994 dann ein bisschen Erotik!  Die Mann O Mann Show lockt die Damenwelt nach Ell.  

 

1995 holt Steve Kowalyszyn einen weiteren Jugendlandesmeistertitel im Scolaires-Doppel sowie einen dritten Rang im Einzel. Zudem gewinnt  Arsène Goedert noch einmal die Nordmeisterschaften in der B Klasse. Und schon sind wir wieder ernst

 

1997: Erstes Open Air Tischtennisturnier in Luxemburg vom DT Ell ins Leben gerufen.

 

1998: Steve Goedert holt den Landesmeistertitel im Junioren-Doppel sowie den dritten Platz im Einzel bei den selbigen Landesmeisterschaften. Das 170 Seiten fassende Buch „De Jongen hiirt Spiel“ illustriert die ersten 40 Jahre des DT Ell.

 

Im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends wird systematische Jugendförderung zum Leitmotiv des DT ELL. Er ist Initiator der Trainingsgemeinschaft Attertdaul 2000 und  seine Mitgliederzahl steigt  kontinuierlich. Die Aufbruchsstimmung der Gründerjahre scheint wieder zu kehren. Der Vorstand verjüngt sich stark, größere Veranstaltungen stehen wieder an. Der DT ELL organisiert zusammen mit Tooltime Pretzerdaul ein Velosfestival. Und Ell 1 steigt in die Promotion auf.

 

Die größten sportlichen Erfolge liegen zwar schon ein paar Jahrzehnte zurück, doch der DT Ell gehört noch immer zu den stärksten Vereinen des Landes. Zu seinem Geburtstag ist der DT Ell so breit aufgestellt wie nie zuvor. 8 Mannschaften nehmen am Championnat teil. Hinzu kommen noch zwei Jugend- sowie eine Damenmannschaft. Der DT Ell ist somit eine der ersten Adressen im Luxemburger Tischtennis. Eine Partikularität ist, dass der DT Ell noch nie einen Spieler zur Verstärkung seiner Mannschaften gekauft hat. Es wäre einfach mit zwei zugekauften Spielern eine Liga höher zu spielen. Aber diesen Weg will der DT Ell nicht gehen. Und hier kommt seine wahre Stärke zum tragen. Im Jahre 2008 ist der DT Ell ein eingeschworenes Team. Er fördert schon mehrere Jahre systematisch über drei Trainer gezielt die Jugend, setzt moderne Trainingsmethoden und Spielgerät ein und vereint an  der „grünen Platte“ jeden Samstag drei wenn nicht sogar vier Generationen. Fortschritt durch Kontinuität. Erst zwei Präsidenten haben den Verein geführt (Ernest Diederich und Albert Even). Besonders erwähnenswert ist, dass von den Gründungsvätern noch Jos Nothum, Albert Even und Armand Nothum  regelmäßig spielen.  Diese Kontinuität erklärt auch, warum immer mehr Eltern ihre Kinder unserem Verein anvertrauen. Der DT Ell ist sich aber auch seiner sozialen Komponente bewusst. In der Gesellschaft wird es immer schwieriger die verschiedenen Generationen zusammenzuführen, doch beim „Dësch-Tennis ELL“ gelingt das noch immer. Dies ist nicht einfach und erfolgt durch eine breit gefächerte Palette von Nebenaktivitäten. 

 

Wie ein Vereinsjahr aussieht

 

Im September beginnt die Tischtennissaison. Im November wetteifern die besten Kartenspieler beim Whistowend. Mitte Dezember heißt es „Traipenowend,  eine urige Veranstaltung die Liebhaber der Luxemburger Küche nicht missen. Am 26. Dezember ermittelt dann der DT seine Vereinsmeister und im Januar treffen sich die besten Tischtennisspieler zum traditionellen Turnier des DT Ell. Einen Monat später steht der Hobbymaart auf dem Programm. Ein einfacher Hobbymaart aber genügt dem DT Ell nicht: nebst dem traditionellen Mittagessen und kreativen Ständen gerät die gleichzeitig stattfindende Modenschau immer mehr zum Publikumsmagneten. Um Ostern enden die Tischtennismeisterschaften, Bilanz wird im Mai bei der Generalversammlung gezogen, oder spätestens bei dem daran angegliederten Grillabend. Nur wenig Ruhe herrscht im Sommer. Ein gemeinsamer Ausflug, oft nur zu Fuß durch die Wälder rund um Ell, manchmal auch ins nahe Ausland stärkt das Vereinsgefüge. Im August kommt Tour de France Atmosphäre auf, zuerst beim legendären Radrennen gegen die Zeit ELL-Colpach-Pallen-Ell und wenig später bei dem mit Tooltime Pretzerdaul organisiertem Velosfestival, welches bereits in seinem zweiten Jahr zu einem Höhepunkt des Luxemburger Radsports wurde. Die Teilnahme der Zeitfahrweltmeisterin Hanka Kupfernagel illustriert dies bestens.